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Press Review
Publications about VBH
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July 2007
June 2007
April 2007
February 2007
Eisenwaren-Zeitung 02/07: VBH AG mit innovativen Dienstleistungen auf Erfolgskurs
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August 2006
July 2006
April 2006
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07.04.2006: FAZ: VBH wächst in rückläufigem Markt |
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Stuttgart, 07.04.2006 Der Baubeschlaghändler VBH hat zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahren in Deutschland schwarze Zahlen geschrieben. Obwohl sich der Markt für Baubeschläge um 8 Prozent verschlechterte, erhöhte VBH den Umsatz im deutschen Markt um 2,1 Prozent auf 347 Millionen Euro. Als Grund für das gaute Abschneiden gibt Vorstand Jürgen Kassel die erfolgreiche Restrukturierung des Unternehmens an, mit der 2001 begonnen wurde und die mittlerweile abgeschlossen ist. So hat man beispielsweise den Lagerbestand von einst 80 Millionen Euro auf 32 Millionen Euro gesenkt. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete VBH im vergangenen Jahr im Ausland. Die Gründung von VBH in Mexiko ist für Ende April geplant, eine Gründung in Indien wird vorbereitet. IN 30 Ländern ist VBH bisher mit 90 Niederlassungen vertreten. Insgesamt stieg der Umsatz des Konzerns um 6,9 Prozent auf 693 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern beträgt 14,8 Millionen Euro. Kassel stellt mittelfristig eine Dividende in Aussicht. "Versprechen können wir nichts, doch wenn es so weiter geht, könnte man im nächsten Jahr darüber nachdenken." Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigerte VBH den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent. "Allerdings verlief das erste Quartal des Jahres 2005 unbefriedigend"; relativierte Kassel.
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Oktober 2005
May 2005
January 2005
Oktober 2004
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Interview mit dem VBH Vorstand Jürgen Kassel aus instock.de |
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VBH: "Schlank gemacht für diesen Markt" Die VBH Holding AG ist ein in Europa, Asien, Australien und Lateinamerika tätiges Großhandelsunternehmen für Baubeschläge. Das Sortiment umfaßt Beschläge für Fenster, Türen und Möbel, Werkzeuge und Maschinen sowie Komponenten für Sicherheitstechnik und Brandschutz. Kunden sind vor allem Fenster-, Türen- und Möbelhersteller sowie Handwerksbetriebe. Über die Schwächen Anfang des Jahrtausends, die heutige Position sowie die Chancen des Unternehmens sprachen wir mit Jürgen Kassel, einem der beiden Vorstände.
Instock: Vor einigen Jahren sah es bei VBH recht trüb aus. Wie nah waren Sie damals am Konkurs? Kassel: Als ich 2001 in den Vorstand kam, waren wir sehr nah dran. Damals gab es keine langfristigen Kreditlinien im Unternehmen. Dazu kam, daß damals der Markt von VBH innerhalb von fünf Jahren 50 Prozent seines Volumens eingebüßt hatte. Das hat kostenseitig schon eine Krise im Unternehmen ausgelöst, da auch das Unternehmen viel zu groß für diesen eingebrochenen Markt war.
Instock: Sie kamen dann als Sanierer ins Unternehmen? Kassel: Sanierer trifft es nicht. Das sind ja eher die, die ein Unternehmen ganz tief rausholen. Ich habe restrukturiert. Ich habe einfach gemeinsam mit meinem Kollegen Rainer Hribar, der damals auch noch nicht im Vorstand war, Strukturen ins Unternehmen gebracht, die zum deutschen Markt passen.
Instock: Sie haben einen Teil Ihrer damaligen Bankverbindlichkeiten in Genußscheine umgewandelt. Wann werden die fällig? Kassel: In zehn Jahren. Wir haben damit erstmals einen zehnjährigen Kredit. So etwas kannte man, wie schon gesagt, früher nicht im Unternehmen. Wobei man sagen muß, daß die Genußscheine bereits jetzt wandlungsfähig und börsengängig sind.
Instock: VBH ist ein international aufgestellter Konzern. Auffälligerweise sind Sie nicht in den USA vertreten, obwohl dort die Baubranche boomt. Warum? Kassel: Das hängt damit zusammen, daß unsere westeuropäische Fenstertechnologie in Amerika bisher keinen Anklang gefunden hat. In den USA hat man noch immer Fenster, die man entweder nach oben oder nach links oder rechts schiebt. Die sogenannte Dreh-Kipptechnik, wie wir sie kennen, ist in den USA bisher nicht bekannt. Auf der anderen Seite sehen wir hier durchaus Ausbauchancen, wenn sich unsere Technik jemals in Amerika durchsetzen würde.
Instock: Sie machen schon jetzt gut 50 Prozent Ihres Geschäftes im Ausland. Wie soll sich dieses in den kommenden fünf Jahren entwickeln? Kassel: Der Auslandsumsatz-Anteil wird steigen. Wir rechnen mit 60 Prozent Anteil in naher Zukunft. Dazu kommt, daß die Renovierungsmärkte in den Regionen, in denen wir tätig sind, also in Europa, Asien und insbesondere China, aufstrebende Märkte sind. Wir erwarten deshalb in einigen Märkten deutlich zweistellige Zuwachsraten.
Instock: Auf der anderen Seite schreiben Sie in Deutschland immer noch Verluste. Wieso verabschieden Sie sich nicht vom hiesigen Markt? Kassel: Das war eine Grundüberlegung bei der Restrukturierung des Unternehmens. Andererseits muß man dabei berücksichtigen, das alle unsere Vorlieferanten sehr große Unternehmen mit weltweiter Marktführerschaft sind. Wir brauchen den deutschen Markt einfach volumenmäßig, um unsere weltweite Einkaufsmacht zu dokumentieren. Wenn wir diese deutsche Einkaufsmacht in der Größenordnung von 250 Millionen Euro nicht hätten, dann könnten wir im Ausland über das Volumen nicht attraktiv anbieten.
Instock: Ab wann wollen Sie auch in Deutschland wieder schwarze Zahlen schreiben? Kassel: Ab 2005. Wir hatten uns damals vorgenommen, den Verlust in Deutschland jedes Jahr zu halbieren. Gleichzeitig gingen die Gewinne im Ausland nach oben, so daß diese Tendenz weiter anhalten wird. Wir werden in diesem Jahr auf dem heimischen Markt nur noch einen leichten Verlust erzielen und im kommenden Jahr bereits profitabel sein.
Instock: Geplant waren für 2004 in Deutschland 5 Millionen operativer Verlust. Wird das Minus geringer ausfallen? Kassel: Der Verlust wird sich in dieser Größenordnung bewegen. Da unser zweitgrößter Konkurrent, die Geniatec AG, Insolvenz angemeldet hat, erwarten wir uns davon noch etwas mehr Profit in den restlichen Wochen des Jahres. Damit wird unser Verlust eventuell etwas geringer ausfallen, als bisher kommuniziert.
Instock: Heißt das, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf Konzernebene wird etwas höher als die bisher geplanten 20 bis 25 Millionen Euro ausfallen? Kassel: Nein, wir hatten ja ursprünglich mit 20 Millionen geplant. Ich habe jetzt die Spanne von 20 bis 25 Millionen Euro genannt. Hier sind bereits die angesprochenen Marktbereinigungseffekte enthalten.
Instock: In einer Analyse zu VBH ist davon zu lesen, daß Sie bis zu 8 Millionen Euro Steuern zahlen müssen. Nach den verlustreichen Vorjahren müßten Sie einen rieseigen Steuervortrag haben. Wieso müssen Sie etwas an den Fiskus abführen? Kassel: Leider können wir den Steuervortrag in Deutschland nicht für die Auslandsgewinne verwenden. Das liegt daran, daß wir im Ausland direkt bei den Lieferanten einkaufen und keinen internen Verrechnungsmodus haben. Auf der anderen Seite haben wir dadurch fast keine Währungsrisiken.
Instock: Sie sprachen die Insolvenz Ihres Konkurrenten an. Gab es Überlegungen, diesen zu übernehmen? Kassel: Die gibt es nicht mehr. Das Unternehmen wird jetzt bereits zerschlagen, weil der Insolvenzverwalter einer Fortführung nicht mehr zustimmen konnte. Im Vorfeld wurde das Unternehmen viel zu teuer angeboten.
Instock: Kaufen Sie nun Teile auf? Kassel: Wir haben bereits Bestände der Niederlassungen in Paderborn, Recklinghausen und Rheine. Wir nennen das unsere neue Region Nord-West.
Instock: Wie groß ist nach der Insolvenz ihr Marktanteil Dreh-Kipp-Bereich in Deutschland? Kassel: Unser Marktanteil beträgt in etwa 30 bis 35 Prozent.
Instock: VBH gehört nicht zu den bekanntesten Unternehmen an der Deutschen Börse. Wenn Sie von einem Aktionär gefragt werden, warum er sein Geld ausgerechnet in VBH-Aktien investieren soll, was sagen Sie dem? Kassel: Ich würde den Aktionär darauf hinweisen, daß der Markt, in dem wir uns bewegen, sich eher aufwärts entwickelt. Dazu kommt, daß wir im Ausland zweistellige Zuwachsraten haben. Ein dritter Punkt ist, das die Marktbereinigung in Deutschland nun endlich stattgefunden hat. Wir haben uns schlank gemacht für diesen Markt. Wir passen zu der Marktgröße. Alles was jetzt an Umsatz und Ertrag oben draufkommt, ist der berühmte Skaleneffekt. Das heißt: Wir werden mit der bestehenden Kostenstruktur mehr Umsatz und Ertrag erzielen.
Interview aus www.instock.de, Mittwoch, 20.10.2004
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Oktober 2003
January 2003
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Vorstand sieht Ertragspotenzial vor allem im Ausland - Auch in Deutschland soll 2003 wieder verdient werden. |
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Das Vorsteuerergebnis ist im Geschäftsjahr 2002 noch deutlich negativ, der Fehlbetrag konnte aber spürbar abgebaut werden", sagte VBH-Vorstandssprecher Jürgen Kassel unserer Zeitung. 2001 hatte das Unternehmen noch ein Minus von gut 55 Mio. Euro zu verkraften gehabt. Hierfür waren laut Kassel auch Forderungsausfälle verantwortlich. Nachdem man sich jetzt von zahlungsunfähigen Kunden getrennt, die Lieferantenstruktur und den Außendienst spürbar gestrafft hat, sieht der Vorstand das Unternehmen wieder auf gutem Weg, auch wenn dies mit einem Umsatzrückgang von 644 Mio. auf etwa 600 Mio. Euro erkauft wurde. Bestätigt sieht sich Kassel durch das 2002 bereits wieder positive Betriebsergebnis im Konzern - im Vorjahr gingen operativ noch 23,4 Mio. Euro verloren. "2003 wollen wir auch in Deutschland wieder schwarze Zahlen schreiben."
Rettungsanker ist bisher das Auslandsgeschäft, das schon im Krisenjahr mit 17,8 Mio. Euro im Plus stand. Mittlerweile macht der Korntaler Konzern 50 Prozent seines Umsatzes im Ausland. "Dort läuft es sehr gut", sagt Kassel. Als ertragsstark hat sich vor allem Osteuropa erwiesen. Dort ist VBH meist Marktführer, in Russland mit 35 Mio. Euro Jahresumsatz die Nummer zwei.
Im Ausland ist mittlerweile auch die Mehrheit der Mitarbeiter beschäftigt - derzeit rund 1000 Leute. Stark zusammengeschmolzen ist dagegen die VBH-Belegschaft in Deutschland. Dort wurde binnen eines Jahres jeder Dritte der vormals 1076 Mitarbeiter entlassen. Nach Abschluss des Personalabbaus in wenigen Monaten soll noch ein Stamm von 690 Leuten übrig bleiben.
Auch das Management blieb nicht verschont. So wurde der Vorstand von sechs auf zwei Mitglieder verkleinert: den 49-jährigen Kassel und Rainer Hribar (45). Darunter gibt es jetzt nur noch eine sechsköpfige zweite Führungsebene. Ein Signal, das die verbliebenen Mitarbeiter laut Jürgen Kassel verstanden haben: "Es gibt eine Aufbruchstimmung, die Leute sind beflügelt."
Für den VBH-Konzern, der mit Klinken, Griffen und Scharnieren für Türen und Fenster handelt, kam die Sanierung keinen Moment zu früh, denn mit der Liquidität stand es schlecht. "Jetzt ist es uns gelungen den Lagerbestand von 100 Mio. auf 50 Mio. Euro zu reduzieren", freut sich Kassel. "Das hat Cash und Liquidität gebracht."
Da aktuell niemand mit einem Marktwachstum am Bau rechnet, kommt es für Mitvorstand Rainer Hribar vor allem darauf an, neue Kunden zu gewinnen. Dabei sieht Hribar sein Unternehmen in guter Position: "Als Marktführer haben wir die Krise als Erste zu spüren bekommen. Wir waren aber auch die Ersten, die restrukturiert haben." Und noch etwas habe VBH seinen Konkurrenten voraus: Ein weltweites Vertriebsnetz mit 27 Tochterunternehmen. Kassel: "Kein deutscher Konkurrent hat überhaupt einen nennenswerten Auslandsanteil."
Aus: "Stuttgarter Nachrichten", Ausgabe 04.02.2003
Ansprechpartner: Jürgen Kassel, CFO VBH Holding AG Tel. 0 71 50 / 15-200, j.kassel@vbh.de
Korntal-Münchingen, 04. Februar 2003
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Nach Abschluß umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen hofft die VBH AG im neuen Geschäftsjahr in Deutschland wieder "schwarz" zu schreiben. |
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Das Jahr 2002 hat man marktbedingt und durch die vor einem Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen "wie geplant mit einem Rückgang" abgeschlossen. Dazu gehörte u.a. der Abbau der Mitarbeiterzahl in Deutschland um etwa ein Viertel auf heute 730 und die Konzentration der ehemals 32 Lager- und Vertriebsstandorte auf insgesamt sieben Lager- und 16 Vertriebsstandort .Das Ausland , wo mit 1.000 Beschäftigten deutlich mehr Mitarbeiter als im Inland beschäftigt sind, trug bei Umsatz und Ertrag sowohl in West- wie auch in Osteuropa "besser als geplant" zum Geschäft bei. Dieser Trend werde sich weiter verstärken.
Wenige Hoffnungsträger für 2003
Mit Blick auf das neue Jahr gibt es in Deutschland weiterhin Fragezeichen. "Das Fenster wird uns auch in 2003 nicht helfen", stellte Jürgen Kassel mit Blick auf das Inland fest. "Aber auch in Europa ist die Situation recht unterschiedlich. In Westeuropa stagniert der Fenstermarkt, im Süden ist der Trend steigend, im Osten verzeichnen wir ein stabiles bis starkes Geschäft, wobei wir feststellen müssen, dass der Boom in diesen Ländern, z.B. Polen vorbei ist." Das Exportgeschäft werde erstmals das Inland überholen, so seine Prognose. Der Rohertrags-stärkere Markt für Türbeschläge bleibt aus Sicht des Unternehmens trotz härteren Wettbewerbs und rückläufiger Mengen "noch interessant." Aber auch hier seien die guten Zeiten vorbei.
Der Bereich "Möbelbeschläge" sei zwar noch ein schwaches Standbein, das sich allerdings "gut entwickelt" habe, was man auch darauf zurückführt, dass hier keine Abhängigkeit von den großen Möbelbauern besteht. Bekanntlich arbeitet man seit zwei Jahren mit dem österreichischen Marktführer Schachermayer zusammen, auf dessen Sortiment und Kataloge zurückgegriffen wird. Der österreichische Partner könne "innerhalb von 48 Stunden" an jeden Standort in Deutschland liefern. Nach einer positiven verlaufende Pilotphase in Süddeutschland wird nun der westdeutsche Markt mit Möbelbeschlägen bearbeitet, bevor Nord- und Ostdeutschland folgen. "Für uns ist das eine kostensparende Form der Marktbearbeitung", stellt Jürgen Kassel zufrieden fest. Eines der Hauptziele werden sein, die immer noch 70 Prozent starke Umsatzabhängigkeit vom Fenstermarkt sukzessive in andere Sortiments- und Dienstleistungsbereiche zu verlagern. Die VBH ist heute außerdem noch im Bereich Werkzeuge, Befestigungstechnik und Langgut tätig.
Die Betrachtung des Marktes ist die eine, die der inneren Struktur die andere Sache. Im "Ländle" ist man selbstkritisch geworden. "Die VBH ist ja damals durch Zukauf entstanden, der aber nie richtig integriert worden ist. Aber Größe muß auch Effekte haben", so Rainer Hribar. Mit den Jahren sei dazu eine "Großzügigkeit gegenüber unseren Kunden entstanden, die wir uns heute nicht mehr leisten können und die wir mit hohen Forderungsausfällen bezahlen mußten." Dass man auch gegen den Markttrend wachsen könne, zeigte die Situation in Ostdeutschland. "Dort haben wir ein neues, sehr leistungsfähiges Zentrallager mit einer neuen, jungen und motivierten Mannschaft. Der ostdeutsche Markt ist nicht gut, aber wir machen was daraus", beschreibt Jürgen Kassel einen der wenigen Lichtblicke im Inlandsmarkt, und unterstreicht: "Wir wollen in Deutschland keine Geldvernichtung betreiben. In 2003 müssen wir auch hier wieder profitabel sein!"
Pionierarbeit im Ausland
Stichwort "Lichtblicke": Das Ausland ist, wie bereits betont, der derzeitige Wachstumsmotor. Das liegt nicht nur an den teilweise erheblich besseren baukonjunkturellen Rahmenbedingungen, sondern auch an der Strategie des Unternehmens, in diesen Märkten logistische und strukturelle Pionierarbeit zu leisten. Rainer Hribar, im Konzern unter anderem für das Auslandsgeschäft verantwortlich: "Auch die Industrie hat erkannt, dass es besser ist, mit uns gemeinsam in die ausländische Wachstumsmärkten zu gehen, statt auf eigene Faust diese Märkte zu bearbeiten. Es gibt einige Beispiele, wo Letztere in diesen Märkten schmerzliche Erfahrungen machen mußten und wo sich Wettbewerber sogar wieder zurückgezogen haben." Die VBH ist heute nach Eigenaussage in fast allen Staaten Osteuropas Marktführer. Auch bei den Verarbeitern im Inland beobachtet man eine erfreuliche Trendwende. Jürgen Kassel: "Manche Verarbeiter glaubten, dass Streckengeschäfte für sie vorteilhaft sind, erkennen aber mehr und mehr, dass die VBH der ideale Partner ist, weil wir die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt liefern und so dem Verarbeiter helfen, Lagerbestände und Kapitalbindung zu reduzieren." Dabei unterstreicht er: "Wir müssen der Logistik-Dienstleister der Lieferanten sein. Delkredere- und Lagerhaltungsfunktionen allein reichen heute und künftig längst nicht mehr aus. Das Gebot der Stunde heißt Arbeitsteilung mit der Industrie, denn vieles läuft immer noch parallel. Für die Branche gilt insgesamt: zu viele machen dasselbe!" Für die Zukunft gebe es nur eines: "Zusammenrücken oder auseinanderdriften", was Jürgen Kassel wohl nicht nur mit Blick auf die Industriepartner, sondern auch auf wichtige Verarbeitungskunden sagt. Dabei komme den strategischen Kunden eine immer größere Bedeutung zu: "Wer ist offen für neue Ideen, wie vereinfachen wir die Prozesse, wie nutzen wir die "elektronische Nabelschnur" die in unserer Branche noch viel zu unterentwickelt ist? Wir brauchen die elektronische Verzahnung und wir wollen der Industrie helfen, ihre Produkte zu optimieren. Bei Großkunden können wir bereits sehen, wohin die Entwicklung geht, nämlich‚ Just-in-time-Konfektionierung bis ans Band. Interessant sind aber auch die B-Kunden, für die wir individuelle Lösungen mit oder ohne Warenwirtschaft entwickeln müssen."
Die C- und D- Kunden können sich derzeit elektronisch über die eigene Plattform "VBH24" bedienen, wo ein Kernsortiment mit individuellem Warenkorb hinterlegt ist. Jürgen Kassel: "Wir haben es geschafft, daß unsere Marktpartner wieder Vertrauen in uns haben. Die VBH ist ein schneller und zuverlässiger Zahler. Wir setzten auf Umsatzwachstum, aber wir verzichten dabei auf schlechte Geschäfte. Dadurch haben wir viele Verluste gespart. Wir haben unsere Hausaufgaben spät, aber nicht zu spät gemacht. Wir sehen uns auf einem Weg, wo wir auch im deutschen Markt zu alter Stärke zurückfinden können."
Aus: "Schloss und Beschlag", Ausgabe Januar 2003
Ansprechpartner: Jürgen Kassel, CFO VBH Holding AG Tel. 0 71 50 / 15-200, j.kassel@vbh.de
Korntal-Münchingen, 02. Januar 2003
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